Preisverleihung zum 20. Dortmunder Literaturwettbewerb

Schüler setzen Zeichen für Freiheit und Toleranz

Mit der feierlichen Preisverleihung im Opernhaus fand am 29. November der Dortmunder Literaturwettbewerb seinen Höhepunkt. Was ist im Leben wirklich wichtig? Was schätzen wir und woran orientieren wir uns? Mit diesen und ähnlichen Fragen haben sich über 1.200 Schülerinnen und Schüler im Jubiläumsjahr des 20. Wettbewerbes beschäftigt und zahlreiche Beiträge zum Thema „Wertvoll“ verfasst.

Insgesamt 95 Einzelpreise und 30 Klassenpreise wurden in diesem Jahr verliehen. Besonders beeindruckt hat die Juroren, wie sehr die Schüler, gleich welchen Alters, das tagespolitische Geschehen in Deutschland und der Welt im Blick hatten. „In ihren Arbeiten sprachen sie sich deutlich für Freiheit, Toleranz und ein friedliches, wertschätzendes Miteinander von Menschen aus. Wir konnten feststellen, dass für die Dortmunder Schülerinnen und Schüler nicht nur materielle, sondern auch ideelle Werte einen großen Stellenwert besitzen“, berichtet Markus Katthagen, Schulleiter des Immanuel-Kant-Gymnasiums.

Die prämierten Texte sind in einem Buch zum Wettbewerb zusammengestellt. Dessen Druck und die zahlreichen Preise finanziert als Hauptsponsor die Dortmunder Volksbank. „Vom ersten Tag an unterstützen wir bereits den Literaturwettbewerb, den wir als sehr wertvoll erachten“, sagt Matthias Frentzen, Mitglied des Vorstandes der Dortmunder Volksbank. „Auch für uns stehen Werte im Mittelpunkt der täglichen Arbeit. Dazu zählen vor allem Vertrauen und Solidität, Kundennähe und regionales Engagement. Auf diesen Maximen fußt unser Selbstverständnis als genossenschaftliche Bank ebenso wie auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit.“ Darüber hinaus fördern das Theater Dortmund, die Stadt- und Landesbibliothek und das NRW-Landesministerium für Schule und Weiterbildung die Austragung des Wettbewerbs.

Durch das rund eineinhalbstündige Programm führte die Theaterpädagogin Svenja Riechmann. Darsteller des Schauspielhauses und des Kinder- und Jugendtheaters trugen ausgewählte Siegertexte vor. Dazwischen sorgten Kostproben aus aktuellen Inszenierungen wie „Das Gespenst von Canterville“ oder „Piraten fluchen nicht“ aus der Jungen Oper für anspruchsvolle Unterhaltung.

In den zwei Jahrzehnten, die es den Dortmunder Literaturwettbewerb nun gibt, verfassten Dortmunder Schülerinnen und Schüler insgesamt rund 20.000 Beiträge zu so unterschiedlichen Themen wie Glück, Spuren, Wunderwelten, Grenzen, Zeit, und im Jahre 1996 – in der ersten Runde – zum Thema Begegnungen. Manchmal werden jetzt bereits Texte von Schülerinnen und Schülern eingereicht, deren Eltern in ihrer Schulzeit ebenfalls schon teilgenommen haben. Und so war ein ehemaliger Preisträger, der Theaterregisseur und Autor Kolja Schallenberg, dieses Jahr einer der Ehrengäste. Zu diesen zählten zudem Opernintendant Jens-Daniel Herzog, der Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Andreas Gruhn, der kommissarische Leiter der Stadt- und Landesbibliothek Dr. Johannes Borbach-Jaene, Daniela Schneckenburger, Dezernentin des Kinder- und Jugendbereichs der Stadt Dortmund, der Chefdramaturg des Schauspielhauses Michael Eickhoff sowie der Schulleiter des Immanuel-Kant-Gymnasiums Markus Katthagen.

Bilder vom 29.11.2015

Newsletter Anmeldung

Abonnieren Sie jetzt kostenlos unseren Newsletter und Sie sind immer gut informiert.