Herausfordernd aber erfolgreich

Dortmunder Volksbank zieht positive Bilanz für 2017 / drittbestes „Kreditvergabe“-Jahr in der Geschichte

Nach einem herausfordernden Geschäftsjahr zieht die Dortmunder Volksbank eine insgesamt positive Bilanz für 2017. Schwierig war und ist allerdings nach wie vor das Umfeld, in dem das genossenschaftliche Institut dabei agieren musste: „Das vergangene Jahr markiert das erste Jahrzehnt nach dem Ausbruch der großen, der nahezu weltumspannenden Finanzkrise. Es zeigt eindrucksvoll, dass sich gerade die Rahmenbedingungen für uns Banken viel tiefgreifender und nachhaltiger verändert haben, als in den Jahrzehnten zuvor. Die Auswirkungen prägen den Markt bis heute und sind für uns täglich spürbar“, blickte Martin Eul, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank zurück.

Martin Eul bei der Bilanzpressekonferenz 2018

Insbesondere die ausufernde Regulatorik, ein zu viel an „billigem“ Geld und Wettbewerbsverzerrungen durch einige Privatbanken sind dem Vorstandsvorsitzenden dabei ein Dorn im Auge. Trotz alledem konnte sich seine Bank im Jahr 2017 mehr als nur behaupten. So beträgt die Bilanzsumme des Institutes für das Jahr 2017 rund 6,68 Milliarden Euro.

Mit einem satten Wachstum von 285 Millionen Euro beziehungsweise 4,5 Prozent bleibt die Dortmunder Volksbank damit nicht nur die Nummer 1 der Volksbanken in Nordrhein-Westfalen, sondern die auch die Nummer 4 in Deutschland. Auf den Plätzen Eins bis Drei liegen lediglich Berlin, Frankfurt am Main und Mittelhessen.

Kredite und Kundeneinlagen wachsen

Im Bereich der Kundenkredite erwirtschaftete die Bank das drittbeste Ergebnis ihrer Geschichte. Das Kreditvolumen stieg um 224 Millionen Euro, auf nun 4,4 Milliarden Euro an, was einem Plus von 5,3 Prozent entspricht. Zwei Drittel davon flossen in die lokale Wirtschaft, ein Drittel in die private Baufinanzierung. Um dieses Wachstum zu erreichen, hat die Dortmunder Volksbank insgesamt 945,7 Millionen Euro an Neukrediten zugesagt.

Das Volumen der Kundeneinlagen konnte trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase erheblich gesteigert werden. Genauer gesagt um 211 Millionen Euro (plus 4,0 Prozent) auf nun 5,4 Milliarden Euro.

Mitarbeiter und Filialen

Die Beschäftigtenzahl sank im vergangenen Jahr leicht von 1.057 auf 1.011. Unter den Beschäftigen der Dortmunder Volksbank befanden sich im Jahr 2017 73 Auszubildende. „Für uns sind die Mitarbeiter das wichtigste Kapital der Dortmunder Volksbank. Betrachtet man, wie sich in der gesamten genossenschaftlichen Gruppe die Mitarbeiterzahlen seit 1995 nach unten bewegen, sind wir mit dem maßvollen Abbau unserer Mitarbeiterzahlen zufrieden.  Im Haus herrscht ein wirklich gutes Arbeitsklima. Gründe dafür sind sicherlich, dass es bei uns keine betriebsbedingten Kündigungen, stattdessen aber ein Höchstmaß an Arbeitsplatzsicherheit, exzellente Karrieremöglichkeiten und großzügige Altersteilzeitregelungen gibt“, so Eul.

Die Umstrukturierung des Filialnetzes in Dortmund, Hamm, Unna, Schwerte und Castrop-Rauxel wurde bereits Mitte des vergangenen Jahres abgeschlossen. Dabei entstanden vielfach modernere Filialen, in denen Kompetenzen gebündelt wurden. Die Notwendigkeit dieses Schrittes unterstrich Eul dabei mit einem Beispiel: „Es gibt noch immer 30.000 Bankfilialen in Deutschland, aber nur 14.500 Tankstellen oder rund 7.500 Aldi- und Lidl-Filialen. Alleine: Letztgenannte werden deutlich häufiger frequentiert.“

Mitgliederentwicklung positiv

Die Anzahl der Mitglieder stieg im vergangenen Jahr um circa 1.600 auf nun rund 155.000. Von den 243.000 Kunden der Dortmunder Volksbank sind somit 64 Prozent Anteilseigner. Neben einer als „ordentlich“ zu bezeichnenden Rücklagenzuführung wird der Vorstand der Vertreterversammlung Mitte des Jahres eine Dividendenzahlung von vier Prozent vorschlagen.

Neben der Sicherung der eigenen Geschäftstätigkeit und der Dividendenausschüttung zählt das soziale Engagement zu den Grundprinzipien der genossenschaftlichen Bank. So unterstützte die Dortmunder Volksbank auch im Laufe des vergangenen Jahres zahlreiche regionale Einrichtungen, Initiativen und Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Kultur, Wissenschaft und Sport.

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