Besuch in der Mitgliederoase

Eindrücke von unserer Mitgliederoase in der Hauptstelle Hamm

 

Was Kamele mit Volksbank zu tun haben… oder die Geschichte der Genossenschaftsbank

Eine Oase für Bankmitglieder? Was ist das denn? Gibt es dort ein rundum Wellnessprogramm? Jedenfalls nicht im klassischen Sinn. Doch zurück zum Beginn. Im Jahr 2004 fing alles an. In der Volksbank Hamm gab es erste Überlegungen zu einer neuen Strategie. Welches Alleinstellungsmerkmal hat eigentlich eine Genossenschaftsbank? Welche Unterschiede gibt es zu anderen Banken? Schnell war klar, auf welche Vision es hinauslaufen würde. „Wir wollen, dass unsere Mitglieder erfolgreicher sind als Kunden anderer Banken“, sagt Burkhard Reher, Leiter der Niederlassung Hamm. Also wurde das Konzept der Bank komplett anhand dieses Leitsatzes neu ausgerichtet. „Es ist uns gelungen, die Mitgliederquote unserer Kunden innerhalb kurzer Zeit von 40 Prozent auf über 70 Prozent zu erhöhen“, sagt Reher nicht ohne Stolz. Einige Jahre später sollte ein Veranstaltungsraum her, der aber in dem bestehenden Gebäude keinen Platz hatte. Wie der schöne Zufall es wollte, stand ein Stück Land der Stadt Hamm zum Verkauf, das nun den Hauptteil der seit 2013 zur Dortmunder Volksbank gehörenden Niederlassung Hamm ausmacht. Der alte Gebäudeteil blieb erhalten und wurde architektonisch in den neuen Teil integriert. Und hier schließt sich der Kreis zur Mitgliederoase, denn zu dem neuen Gebäudekomplex gehört auch ein großes Treppenhaus.

Besuch in der Mitgliederoase

Bankthemen greifbar machen

Unter dem Motto „Wie können wir Bankthemen greifbarer machen“, durften Studenten der Uni Wiesbaden Ideen entwickeln, um das Treppenhaus in den heutigen „Turm“, also die „Mitglieder-Oase“ umzugestalten. Das war Mitte 2012. Was dabei entstanden ist, ist wirklich beeindruckend. „Wir möchten unsere Mitglieder verwöhnen“, sagt Reher. Los geht es mit dem „Wohlfühlen“ schon im Foyer. Dort hängt die Mitgliedermatrix mit Fotos einzelner Mitglieder mit ihrem persönlichen Leitsatz. Auch die Geldschule, das regelmäßige Schulungsangebot für Mitglieder, gehört zu dem erfolgreichen Konzept. Ein Lounge-Bereich mit kleinen Tischchen, auf denen Literatur zu Bankthemen liegt, dient als Wartebereich. Hier holen die Mitarbeiter ihre Kunden zum Gespräch ab. Sofort fallen die durchsichtigen Kugeln auf, in denen verschiedene weiße Figürchen verschiedenen Aktivitäten nachgehen. Bei genauerem Hinsehen erkennt man auch hier einzelne Bankthemen. Die kleinen Kunstwerke heißen dann auch passenderweise „Vermögenszielkugeln.

Weiter geht es zu einer Skulptur, die aus unzähligen Metallstiften besteht, in die zahlreiche Besuchergruppen bereits lustig Formen, Hände, Körper gedrückt haben. Sie symbolisiert, dass viele Menschen zusammen mehr bewegen können als ein einzelner allein. Durch die multimediale Ausstellung zieht sich die Symbolik außergewöhnlicher Figuren, geschaffen von Innenarchitekt Martin Burkhardt. Diese finden sich zum Beispiel im Lebensrad wieder. Einer Grafik, die Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen zeigt. Und so unterschiedlich wie diese Lebenssituationen sind auch die finanziellen Überlegungen, die zu treffen sind. So manch ein Besucher verweilt dort eine ganze Zeit, um sich einzuordnen.

Geldsäckchen können ganz schön schwer werden


Der zentrale Rundgang beginnt schließlich im Keller mit der Geschichte der Genossenschaftsbank und einem Modell des Turmes und führt fünf Etagen nach oben. „Wenn die Mitglieder oben ankommen, sollen sie glücklich sein“, sagt Reher. Doch was gibt es noch in der Oase? Zum Beispiel eine Installation, bei der mit den Umrissen des eigenen Körpers Seifenblasen am Herabsinken gehindert werden sollen. Als Symbol für finanzielle Belastungen.

Weiter oben ein Eselskarren mit Geldsäckchen. Sind die Gewichte falsch zusammengestellt, sinkt der Karren und der Esel fällt auf die Nase. Wie im wahren Leben. Mit der richtigen Beratung und Zusammensetzung können Belastungen vermindert und besser terminiert werden, damit die Kunden nicht wie der Esel auf die Nase fallen. Und wie wurde überhaupt früher bezahlt? Zum Beispiel mit Zigaretten oder Muscheln. Wie flexibel sind unterschiedliche Geldanlagen? Auch dies wird durch haptische Erfahrung verdeutlicht. Hier dürfen die Menschen ertasten und spüren, wie unterschiedlich sich das anfühlt.

Besuch in der Mitgliederoase

Fühlen, Sehen und Erleben

Und genau diese Kombination aus Fühlen, Sehen und Erleben macht diese Oase so interessant und beliebt. Mehrere tausend Menschen – darunter auch viele Schulklassen - durften sich hier schon per Bild in unterschiedliche Urlaubsidyllen integrieren, die Wände mit Zitaten zu Themen wie Glück, Reichtum, Vermögen oder Eigentum bewundern oder auch den Aufzugsschacht („unendlicher Raum“ genannt), in dem auf schwarzem Untergrund ebenfalls weiße Sprüche leuchten, die über mehrere Etagen geschrieben sind. Albert Einstein hat gesagt: „Die größte Erfindung des menschlichen Geistes sind die Zinseszinsen“ – dies veranschaulicht eine bewegliche Tafel, welche Einflussfaktoren beim Ratensparen zu welchem Ergebnis führen können.

Und schließlich öffnet sich der weite Raum der fünften Etage. Wer diesen Teil betritt, befindet sich nicht nur 25 Meter über dem Erdgeschoss, sondern genießt auch einen grandiosen Ausblick. Riesige Fenster zu allen Seiten gewähren eine Sicht über ganz Hamm. Definitiv ein Moment zum tief Luft holen und Innehalten. „Glück ist eine Oase, die zu erreichen nur träumenden Kamelen gelingt“, lautet eines der Zitate im Aufzugsschacht, das von weisen Beduinen stammt. Zumindest ein kleines Glücksgefühl verursacht die Mitglieder-Oase in Hamm auch ohne Traum und Kamele.

Bilder-Galerie:

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