Vertreterversammlung 2017

Dortmunder Volksbank liefert erneut solide Zahlen – Dividende bleibt bei vier Prozent

Im Rahmen der jährlichen Vertreterversammlung legte die Dortmunder Volksbank am 19. Juni 2017 die Zahlen des Jahres 2016 vor. Vorstandsvorsitzender Martin Eul freute sich, den Vertretern der rund 154.000 Mitglieder in der gut besuchten Dortmunder Westfalenhalle 3A solide Zahlen präsentieren zu können: „Wir haben trotz aller Widrigkeiten einen ordentlichen Job gemacht und ein gutes Ergebnis hingelegt“, so Eul.

Ulrich Leitermann, Wolfgang Bosbach, Martin Eul

Der Vorstandsvorsitzende ging in seiner Rede auf die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen des Bankgeschäftes ein und erinnerte dabei unter anderem an den vor fast genau einem Jahr beschlossenen Brexit und die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten. Bezogen auf die Finanzwelt übte er unter anderem deutliche Kritik an der immer weiter um sich greifenden „Regulationswut“ sowie am Handeln der Europäischen Zentralbank (EZB). Die Zentralbank betreibe, so Eul, eine „paradoxe Ökonomie“, in der die Kredite „in Höhe der Inflationsrate verzinst werden und die Einlagenverzinsung faktisch ein Zinszuschussgeschäft ist“. Das alles sei „Gift für eine nachhaltig wirtschaftende Genossenschaftsbank“ wie die Dortmunder Volksbank. Bezogen auf die Kunden stellte Eul fest, dass deren Lebenswirklichkeit sich nur noch bedingt mit der heutigen Finanzierungswelt decken würde. Denn: Für immer mehr Verbraucher müssten Bankgeschäfte einfach, sicher, schnell und vernetzt sein. Außerdem müssten sie sie von überall abwickeln können. Dieses veränderte Kundenverhalten hat Auswirkungen auf Mitarbeiter und Filialen. Prognosen besagen, dass von heute knapp unter 1.000 Volksbanken bundesweit bis zum Jahr 2021 nur noch 600 bis 700 übrig bleiben, warf Eul einen Blick in die Zukunft.

Dortmunder Volksbank bereit für die Zukunft

Die Dortmunder Volksbank reagierte frühzeitig auf diese tiefgreifenden Veränderungen und brachte bereits im Jahr 2015 das Projekt „Volksbank 2020“ auf den Weg. Hier sei man mittlerweile weiter als ursprünglich geplant. „Der Filialrückbau war für die Zeit zwischen 2016 und 2018 geplant. Wir sind sehr froh, dass wir bereits Mitte 2017 das Thema abgearbeitet haben. Denn die Dynamik der Veränderungen im Kundenverhalten ist ungebrochen und sehr hoch”, so Eul.
Ulrich Leitermann, Aufsichtsratsvorsitzender der Dortmunder Volksbank, übernahm im Anschluss das Rednerpult von Eul. Er befürwortete den von Eul gemachten Vorschlag, die Dividende bei vier Prozent – und damit auf dem Vorjahresniveau – zu belassen. Darüber hinaus sprach Leitermann Martin Eul und seinem Team seinen Dank für die geleistete Arbeit aus.

Neuer Aufsichtsratmitglieder der Dortmunder Volksbank

Wechsel im Aufsichtsrat

Mit der Vertreterversammlung im Jahr 2017 endet turnusgemäß die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Dr. Winfried Materna, Günter zur Nieden und Ulrich Leitermann, der zur Wiederwahl stand und in seinem Amt bestätigt wurde. In der anschließenden konstituierenden Sitzung wurde Leitermann ebenfalls als Aufsichtsratsvorsitzender bestätigt.  Dr. Winfried Materna und Günter zur Nieden konnten aufgrund der durch die Satzung festgelegten Altersgrenzen nicht wiedergewählt werden. Beide gehörten dem Aufsichtsrat seit 2003 an. Günter zur Nieden wirkte zudem seit 1994 im Aufsichtsrat der damaligen Volksbank Schwerte eG mit. Neu in den Aufsichtsrat der Bank wurden der amtierende IHK-Präsident Heinz-Herbert Dustmann sowie der Bäckermeister Jürgen Hinkelmann gewählt.

Als Gastredner der Veranstaltung war in diesem Jahr Wolfgang Bosbach, Mitglied des Deutschen Bundestages und von November 2009 bis September 2015 Vorsitzender des Innenausschusses dabei. Er hielt einen Vortrag zum Thema „Deutschland hat die Wahl – worauf es jetzt ankommt“.

Geschäftszahlen 2016 der Dortmunder Volksbank

Die Bilanzsumme 2016 beträgt 6,4 Milliarden Euro. Mit einem moderaten Wachstum von 79 Millionen Euro oder 1,2 Prozent bleibt die Dortmunder Volksbank die Nummer Eins der genossenschaftlichen Banken in Nordrhein-Westfalen und eine der großen Volksbanken in Deutschland. Im Bereich der Kundenkredite konnte mit einer Steigerung von knapp 190 Millionen Euro (+ 4,7 Prozent) ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. Für dieses Nettowachstum mussten 832 Millionen Euro an Neukrediten zugesagt werden. Trotz der Niedrigzinsphase ist es der Dortmunder Volksbank gelungen, ein zufriedenstellendes Ergebnis von über 5,2 Milliarden Euro bei den Kundeneinlagen zu erreichen. Das Einlagenwachstum betrug 56 Millionen Euro, was einem Plus von 1,1 Prozent entspricht. Die Zahl der Mitarbeiter sank im vergangenen Jahr leicht. Zuwachs verzeichnete die Dortmunder Volksbank hingegen bei den Mitgliedern. Inzwischen sind fast 153.400 Kunden zugleich Anteilseigner der Genossenschaftsbank – was einem Anteil von rund 63 Prozent entspricht.

Bildergalerie vom 19.06.2017

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