Dirk Hengst, Kassierer

Dirk Hengst ist seit 2014 einer unserer Kassierer der Hauptstelle in Dortmund. Nach seiner Ausbildung bei der Volksbank Witten arbeitete er 15 Jahre bei der Sparkasse, bevor er vor gut zwei Jahren zur Dortmunder Volksbank kam. Der 41-jährige „Bochumer-Jung“ lebt seit 2010 in Dortmund. In seiner Freizeit ist er als Event-DJ unterwegs und erfreut sich im Winter beim Snowboarden an der weißen Pracht.  

Was bedeutet Ihnen die Arbeit bei der Volksbank?

Dirk Hengst

Seitdem ich 2014 die Tätigkeit als Kassierer der Dortmunder Volksbank aufgenommen habe, gehe ich jeden Abend mit einem Lächeln nach Hause. Mein Ziel ist es, dass alle Leute, die zu mir an die Kasse kommen, diese mit einem positiven Ergebnis wieder verlassen. In den meisten Fällen gelingt mir das auch. Ich liebe den persönlichen Kontakt zu den Leuten. Egal, ob Oma, Enkel, Banker, Hausfrau oder Unternehmer. Ich bin die Person, mit der die Menschen oft den ersten Kontakt haben, wenn sie zur Dortmunder Volksbank kommen, quasi die erste Anlaufstelle. Zu mir bauen sie eine Beziehung auf und kommen auch oft mit ganz persönlichen Anliegen. Klar ist das, was ich mache, vom Inhalt her oft ähnlich, aber ich habe keine Angst davor, betriebsblind zu werden. Ich bleibe neugierig. Für mich beginnt mit jedem neuen Kunden quasi ein neuer Auftrag. Wen das, von uns oft liebevoll als „Schwatz am Schalter“ bezeichnete Gespräch nervt, der ist definitiv falsch in diesem Job.

 

Welche skurrilen, witzigen oder weniger schönen Situationen sind Ihnen besonders in Erinnerung geblieben?

Ich weiß noch, dass mal eine junge Frau völlig verzweifelt in der Halle stand und sagte „Ich komme jetzt nie mehr an mein Geld, meine Karte funktioniert nicht mehr“. Sie hatte bisher immer nur Geld am Automaten abgehoben und wusste gar nicht, dass es so jemanden wie mich gibt. Sie war völlig verwundert, dass ich nach Authentifizierung Zugriff auf ihr Konto hatte und ihr Geld auszahlen konnte. Dann gibt es natürlich die Betrugsversuchsfälle. Da war mal eine ältere Dame, die hatte einen Anruf von einem angeblichen BKA-Beamten bekommen und sollte sofort 4.000 Euro abheben und diese an die Behörde ausliefern. Sie stand verängstigt bei mir am Schalter und wollte tatsächlich das Geld haben. Ich habe dann, während sie da war, ihren Sohn angerufen, damit er sie davon überzeugt, keinen kostspieligen Fehler zu begehen. Überfälle sind mir bei der Volksbank bisher zum Glück erspart geblieben. Die gab es zwei Mal in meiner Zeit bei der Sparkasse. Mir ist dabei nichts passiert. Ich habe mir geholfen, in dem ich mir in dem Moment vorgestellt habe, dass es eine ganz normale Auszahlung ist. Aber sowas braucht natürlich niemand. Und dann sind da noch die Menschen, die ihr Kleingeld in einer Mariacron-Flasche sammeln und bei uns abgeben. Erst heute Morgen noch hat eine Goldkrone die Zählmaschine blockiert. Die musste ich dann in mühevoller Kleinarbeit wieder dort rausholen.

Sie sitzen während Ihrer Arbeitszeit relativ isoliert an der Kasse. Gibt es trotzdem guten Kontakt zu den Kollegen?

Ja klar. Die Stimmung im gesamten Volksbank-Team ist super. Und es ist ja nicht so, dass ich hier vereinsame. Wenn zum Beispiel ein Champions League Spiel stattfindet, gibt es immer wieder Leute, die mich in den unterschiedlichsten Sprachen ansprechen. Dafür haben wir extra eine Liste mit Mitarbeitern, die verschiedene Fremdsprachen beherrschen, die ich dann anrufen kann. Es gibt ja auch Geschäftsvorgänge, bei denen man automatisch zusammenarbeitet. Und natürlich auch gemeinsame Pausen. Mir ist das Zwischenmenschliche sehr wichtig. Deshalb laden mein Kassierer-Kollege und ich auch alle Mitarbeiter des 30-köpfigen Teams jedes Jahr am 23.12. nach Dienstschluss zum gemeinsamen Weihnachtsliedersingen in der Empfangshalle ein. Das ist ein Ereignis, auf das sich viele schon lange vorher freuen.

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