Im Rahmen der jährlichen Bilanzpressekonferenz präsentierte Michael Martens, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank, am 19. Februar die Zahlen des Geschäftsjahres 2025 sowie das Jahresmotto des genossenschaftlichen Institutes „Ein starkes WIR für unsere Region“. Sein Fazit fiel überwiegend positiv aus.
Vorab warf Martens einen Blick zurück auf die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen des letzten Jahres: „Deutschland hat die geopolitischen Spannungen und Unsicherheiten sowie tiefgreifende Transformationsprozesse besonders intensiv gespürt. 2025 war kein Aufbruchsjahr, sondern eines der Konsolidierung und der Standortdebatten. Unternehmen haben ihre Kosten geprüft, ihre Investitionen hinterfragt und ihre Geschäftsmodelle auf Zukunftsfähigkeit ausgerichtet. Aber genau darin liegt ja auch eine Stärke der deutschen Wirtschaft: in ihrer Anpassungsfähigkeit, in ihrer Disziplin und in ihrem langen Atem.“
Dieses positive Agieren mit Augenmaß sieht der Vorstandsvorsitzende auch bei den Mitgliedern seines Institutes, die auf verlässliche Partnerschaften setzten und das genossenschaftliche Modell schätzten. Genau dieses Modell sei in unsicheren Zeiten ein echter Wettbewerbsvorteil.
Durch die Fusion mit der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG im vergangenen Jahr erfüllte sich für die Dortmunder Volksbank ein lang gehegtes Ziel. „‚Eine Stadt, eine Volksbank‘ ist nun erlebbare Realität geworden – mit neuen Teams, neuen Perspektiven und der Aufgabe, all dies Schritt für Schritt zu einem starken, gemeinsamen WIR zusammenzuführen.
Erneut wachsende Bilanzsumme
Im Geschäftsjahr 2025 konnte die Dortmunder Volksbank ihre fusionierte Bilanzsumme auf 11,652 Milliarden Euro steigern. Das entspricht einem Plus von 132 Millionen Euro beziehungsweise 1,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
„Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit dieser Entwicklung durchaus zufrieden“, so der Vorstandsvorsitzende. Mit der Bilanzsumme untermauere die Dortmunder Volksbank erneut ihre exponierte Position. Sie ist eines der führenden Kreditinstitute in ihrem Geschäftsgebiet sowie die Nummer eins unter den Genossenschaftsbanken in NRW. Darüber hinaus zählt das Institut zu den größten Volks- und Raiffeisenbanken in Deutschland.
Kredite nehmen zu
Beim Blick auf die Entwicklung der Kundenkredite stellte Martens fest, dass diese im vergangenen Jahr um 147 Millionen Euro beziehungsweise 1,8 Prozent auf 8,435 Milliarden Euro anwuchsen. Der Vorjahreswert inklusive des Kundenkreditvolumens der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG betrug 8,288 Milliarden Euro. „Das zeigt deutlich, dass wir zusammen mit den ortsansässigen Sparkassen die maßgeblichen Finanzierungsakteure in unserem Geschäftsgebiet sind und bleiben“, unterstrich Martens.
Um diesen Wert erzielen zu können, musste das genossenschaftliche Institut 1,4 Milliarden Euro an Krediten und Prolongationen bewegen. Maßgeblich getragen wurde der Zugewinn dabei vom Firmenkundengeschäft mit rund 980 Millionen Euro. Eine positive Entwicklung war zudem im Privatkundenbereich zu verzeichnen.
„Alles in allem lässt sich festhalten, dass die Dortmunder Volksbank auch im Jahr 2025 ihrem genossenschaftlichen Förderauftrag nachgekommen ist – trotz des herausfordernden Umfeldes. Unternehmen und Privatpersonen in unserem Geschäftsgebiet konnten sich auf Ihre Dortmunder Volksbank verlassen“, betonte Martens.
Kundeneinlagen wachsen
Auch bei den Kundeneinlagen konnte Martens einen Zuwachs vermelden: Sie stiegen um 214 Millionen Euro – von 8,270 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf nun 8,484 Milliarden Euro. Die Details erläuterte er mit den Worten: „Das Wachstum fand dabei vor allen Dingen bei den Sichteinlagen mit einem Plus von 479 Millionen Euro sowie bei den Spareinlagen mit einem Plus von 197 Millionen Euro statt. Die Termineinlagen hingegen reduzierten sich um 462 Millionen Euro.”
Ausgezeichneter Arbeitgeber
Einen weiteren Zuwachs verzeichnete die Dortmunder Volksbank bei ihren Mitarbeitenden, deren Anzahl sich um 86 auf 1.353 erhöhte – wobei alleine 100 Personen (davon zwei Auszubildende) durch die Fusion mit der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG hinzukamen. „Darüber hinaus haben wir noch weitere 114 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jahr 2025 in unserer Volksbankfamilie willkommen heißen können – 45 von ihnen als Auszubildende“, so Martens.
Das zeigt, laut Martens, dass der Beruf „Bankkauffrau/-mann“ attraktiv bleibt und die Dortmunder Volksbank ein gefragter Arbeitgeber sei. Bestätigt würde dies auch durch drei Auszeichnungen, die sein Institut erhalten habe. So zähle die Dortmunder Volksbank laut Handelsblatt zu den besten Ausbildern mit mehr als 1.000 Beschäftigten, laut kununu sei sie „Top Company 2026“ und stern sowie Statista hätten das Institut kürzlich zu einem der „Besten Arbeitgeber für Frauen 2026“ gekürt.
Mitgliederförderaktion, Crowdfunding und Stiftungen
Neben den positiven Entwicklungen bei den Zahlen sowie den Mitarbeitenden stellte Martens erneut das Jahresmotto „Ein starkes WIR für unsere Region“ heraus, das besonders dort sichtbar würde, wo die Bank als aktiver Teil der Region Verantwortung übernimmt. „Mit der Mitgliederförderaktion und unserem Crowdfunding unterstützten wir im vergangenen Jahr 649 Projekte mit insgesamt rund 1,1 Millionen Euro – davon 179 Projekte in Dortmund. Einschließlich der Sponsoringaktivitäten lag die Gesamtförderung bei rund 1,7 Millionen Euro für 848 Projekte. Diese Gelder kamen unmittelbar der Region zugute“, so der Volksbank-Chef.
Über die Dortmunder-Volksbank-Stiftung, die Volksbank Hamm Stiftung und die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land engagierte sich das genossenschaftliche Institut zusätzlich für das Gemeinwohl. Insgesamt flossen im vergangenen Jahr über diesen Weg 254.000 Euro in regionale Projekte.

