Am 22. Juni 2026 fand die Vertreterversammlung der Dortmunder Volksbank in der Halle 1 der Westfalenhallen statt.
Dabei warfen Ulrich Leitermann, Aufsichtsratsvorsitzender der Dortmunder Volksbank, und Michael Martens, Vorstandsvorsitzender der Dortmunder Volksbank, einerseits einen Blick in die Vergangenheit. So begrüßten sie beispielsweise erstmals 26 hinzugewählte Vertreterinnen und Vertreter der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG, die 2025 mit der Dortmunder Volksbank fusionierte. Andererseits gaben sie den Anwesenden einen Ausblick auf die Zukunft und richteten dabei ein besonderes Augenmerk auf die junge Generation. Diese soll die genossenschaftlichen Ideen und Werte nicht nur kennenlernen, sondern sie auch als zeitgemäß und relevant erleben.
Wirtschaftliche Lage und „Ein starkes WIR für die Region“
Zu Beginn seiner Ausführungen nahm Martens die geopolitische Lage mit ihren zahlreichen Konfliktherden in den Blick. Dabei betonte er, dass die Weltwirtschaft – trotz aller Schwierigkeiten – ihre Widerstandsfähigkeit bewiesen habe. Auf die Region und die vergangenen Monate bezogen, blickte Martens auf die zurückliegende Fusion und sprach die Anwesenden direkt an: „Sie haben als Eigentümervertreterinnen und -vertreter unserer Bank mit Ihren Entscheidungen für diese Fusion im Sinne der Menschen und der Wirtschaft hier vor Ort gehandelt.“, so der Vorstandsvorsitzende und ergänzte: „Eine Stadt, eine Volksbank – jetzt wächst zusammen, was immer schon zusammengehörte.“
Mit Blick auf die Gesamtbank konstatierte Martens: „Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten, geopolitischer Spannungen und struktureller Herausforderungen waren wir auch 2025 sowohl ein starker und verlässlicher Partner für unsere Mitglieder, Kundinnen und Kunden als auch ein wichtiger Motor für die heimische Wirtschaft – eben ein starkes WIR für unsere Region.“
Mitgliederförderung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit
Zusätzlich warf er jeweils ein Schlaglicht auf die aus seiner Sicht drei wichtigsten Handlungsfelder der Dortmunder Volksbank im Jahr 2025: die Themen Mitgliederförderung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit. Unter anderem konnte die Dortmunder Volksbank erneut über 7.500 neue Mitglieder gewinnen und sieht sich hier weiterhin auf einem guten Weg. Um diesen fortzusetzen, plane man, so Martens, ab dem 1. Juli dieses Jahres erstmalig in der Geschichte der Bank eine umfassende Mitglieder- und Kundenumfrage durchzuführen. Auch der „Dauerbrenner“ Digitalisierung sei 2025 mit verschiedensten neuen digitalen Möglichkeiten von der Bank bespielt worden. Zusätzlich wurde weiter in den Bereich Nachhaltigkeit intensiviert. Neben einer neuen Photovoltaikanlage auf dem Dach der Hauptstelle in der Dortmunder City und diversen neu errichteten E-Ladesäulen gehöre es auch zur Ressourcenschonung dazu, dass der Geschäftsbericht der Bank erstmals vollständig digital veröffentlicht wurde.
Jahresbilanz 2025
Darüber hinaus stellte Martens die Geschäftszahlen für das Jahr 2025 vor. Die Dortmunder Volksbank konnte ihre Bilanzsumme um 1,1 Prozent auf 11,652 Mrd. Euro steigern. Zählt man die fusionierte Bilanzsumme der ehemaligen Volksbank Dortmund-Nordwest eG zu diesem Wachstum noch hinzu, so betrug der Zuwachs sogar 7,9 Prozent beziehungsweise 857 Mio. Euro.
Bei den Kundeneinlagen wurde ebenfalls ein Wachstum verzeichnet: Sie erhöhten sich um 214 Mio. Euro beziehungsweise 2,6 Prozent auf 8,484 Mrd. Euro. Das Kreditgeschäft legte um rund 147 Mio. Euro beziehungsweise 1,8 Prozent zu. Das Volumen der Kundenkredite belief sich damit zum Jahresende auf insgesamt 8,435 Mrd. Euro.
Vier Prozent Dividende
Im Rahmen der Vertreterversammlung standen außerdem die Feststellung des Jahresabschlusses 2025, die Verwendung des Jahresüberschusses mit einer Dividende von 4 Prozent, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie die Wahlen zum Aufsichtsrat auf der Tagesordnung. Dabei wurden sowohl die Mitglieder des Vorstandes als auch die Mitglieder des Aufsichtsrates entlastet.
Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat
Mit der Vertreterversammlung endeten satzungsgemäß die Amtszeiten des Aufsichtsratsvorsitzenden Ulrich Leitermann, des stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Guido Baranowski sowie der Aufsichtsratsmitglieder Jürgen Hinkelmann und Prof. Dr. Wilhelm Schwick. Leitermann, Baranowski und Prof. Dr. Schwick schieden mit dem Ende der Vertreterversammlung aus dem Aufsichtsrat der Dortmunder Volksbank aus. Hinkelmann stellte sich erneut zur Wahl und wurde wiedergewählt.
Als Nachfolger für die ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieder wurden Prof. Dr. Manfred Bayer, Rektor der TU Dortmund, Johann Jaeger, Geschäftsführender Gesellschafter der Jaeger Gruppe, und Johannes Rath, Mitglied des Vorstandes der SIGNAL IDUNA Gruppe, neu in das Gremium gewählt.
Eine weitere Neuerung betrifft den Vorsitz des Aufsichtsrats: Künftig wird Andreas Bankamp, Geschäftsführer der REMONDIS Aqua GmbH & Co. KG, dem Gremium vorstehen.
Besondere Ehrungen für Leitermann
Die Vertreterversammlung nutzte zugleich die Gelegenheit, die langjährigen Verdienste der ausscheidenden Aufsichtsratsmitglieder zu würdigen. In Anerkennung seines besonderen und langjährigen Engagements wurde Ulrich Leitermann von den Versammelten zum Ehrenmitglied des Aufsichtsrats gewählt. Darüber hinaus erhielt er die Goldene Ehrennadel des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes.
Fast ein Vierteljahrhundert lang hat Leitermann die Entwicklung der Dortmunder Volksbank begleitet, mitgestaltet und geprägt – zunächst als Aufsichtsratsmitglied, seit 2014 als Vorsitzender des Gremiums. Mit seinem Engagement, seiner fachlichen Expertise und seinem Weitblick hat er die erfolgreiche Entwicklung der Bank über viele Jahre hinweg maßgeblich mitgestaltet.
Nach dem Ausscheiden der bisherigen Mitglieder und den entsprechenden Neuwahlen besteht der Aufsichtsrat der Dortmunder Volksbank unverändert aus 18 Personen. Zwölf davon wurden durch die Vertreterversammlung gewählt, sechs durch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Bank.
Satzungsänderung und Engagement in der Region
Im Rahmen der Versammlung stimmten die Vertreterinnen und Vertreter diversen Satzungsänderungen zu. Die neue Fassung soll Verfahren zukünftig moderner und einfacher machen und sie näher an der heutigen Kommunikation ausrichten. Grundlage dafür war eine aktuelle Mustersatzung für Volks- und Raiffeisenbanken, die vom Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken erarbeitet wurde.
Nicht unerwähnt blieben auch das Crowdfunding sowie die Sponsoringaktivitäten der Dortmunder Volksbank, mit denen im Jahr 2025 insgesamt 848 regionale Projekte mit rund 1,7 Mio. Euro unterstützt wurden. Hinzu kamen weitere 254.000 Euro, die über die drei Stiftungen – die Dortmunder-Volksbank-Stiftung, die Volksbank Hamm Stiftung und die Bürgerstiftung EmscherLippe-Land – ausgeschüttet wurden.
