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1914–1932

Weltkrieg & Weltwirtschaftskrise

Illustration Buch

Kriegsausbruch 1914

 

Das Pulverfass Europa explodiert

Krisen- und Notjahre beginnen, die mit der Kapitulation des Deutschen Reiches noch lange nicht beendet sind. Im Inflationsjahr 1923 lernen die Menschen schmerzlich, dass ihr Geld nichts mehr wert ist.


Illustration Jahreszahl 1914

Bank im I. Weltkrieg

 

Bewährt in der Krise: Die Zahl der Mitglieder liegt erstmals bei mehr als 500. Die Bank ist allseits anerkannt und geschätzt. Mit dem Ausbruch des Krieges im August 1914 wird die gute Entwicklung jäh unterbrochen. Das verunsicherte Publikum stürmt Banken und Sparkassen, um die Guthaben abzuheben. Auch vor der Kasse der Gewerbebank stehen lange Schlangen von Menschen, die sich erst beruhigen, als sie sehen, dass weiter ausgezahlt wird. Im Gegensatz zu anderen Kreditinstituten bleibt die Bank zahlungsfähig.


Illustration Jahresuzahlen 1923/1924

Hyperinflation und Rentenmark

 

Nach dem Krieg kommen Reparationszahlungen und Inflation – 1923 gibt es Millionen-, Milliarden-, schließlich sogar Billionenmarkscheine: Die Hyperinflation grassiert und stürzt die Bürger ins Elend, bis der Schuldenschnitt und das „Wunder der Rentenmark“ 1924 eine Normalisierung des Geschäftslebens bringen. Das Geldvermögen ist vernichtet, doch der Grund- und Sachbesitz der Menschen erhalten – und damit bleibt die Gelegenheit zur Kreditaufnahme durch Banksicherheiten. Der Erfolg stellt sich rasch ein: Die Bilanzsumme der Gewerbebank übersteigt am Ende des Jahres die Grenze von zwei Millionen Mark, 10 Prozent beträgt die Dividenden-Ausschüttung. Der Aufsichtsrat beschließt mit ausdrücklichem Einverständnis der Generalversammlung, Direktor Heuer auf Lebenszeit anzustellen.


Illustration Jahresuzahl 1929

Weltwirtschaftskrise

 

Schwere Zeiten: Im Soge der Weltwirtschaftskrise verschlechtern sich die wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland und insbesondere im Ruhrgebiet. Konkurse und Zwangsversteigerungen sind an der Tagesordnung. Aber die Gewerbebank übersteht Weltwirtschaftskrise, Bankenkrach und Depression dank ihrer vorsichtigen Geschäftspolitik unbeschädigt.

Personalia: Auf den verstorbenen Heinrich Droop folgt als hauptberufliches Vorstandsmitglied am 1. Januar 1929 Heuers Sohn Dr. jur. Otto Heuer. Ehrenamtliches Mitglied im dreiköpfigen Vorstand der Bank ist seit 1917 und bis zu seinem Tode 1932 der Fleischermeister Fritz Kösters.


Illustration Jahreszahl 1930
Abbildung einer Einladung zum Gartenfest aus dem Jahre 1930

Einladung zum Gartenfest


Illustration Jahresuzahl 1932

Deflationspolitik und Hypotheken

 

Investitionsanreiz: Im Soge der Weltwirtschaftskrise und der deutschen Austeritäts- und Deflationspolitik sinkt die Bilanzsumme von Jahr zu Jahr. Im laufenden Geschäftsjahr liegt sie mit 5,79 Mio. Mark um mehr als eine Million niedriger als zwei Jahre zuvor. Zur Förderung des unterbeschäftigten Bauhandwerks vergibt die Gewerbebank als erstes und zunächst einziges Institut unter den Banken und Sparkassen der Stadt Dortmund erste Hypotheken für den Bau von Ein- und Zweifamilienhäusern.

Großereignis: Im August 1932 richtet die Gewerbebank den Großen Deutschen Genossenschaftstag aus, zu dem Vertreter aller gewerblichen Genossenschaften Deutschlands nach Dortmund anreisen.

Dortmunder Volksbank eG

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