Hamm als zukunftsorientierter Lebensort

Innovativ und verbindend

Es tut sich etwas in Hamm. Hochlandrinder, Wohnen auf Probe und ganz viel Kreativität bewegen die rund 180.000 Einwohner*innen der Stadt. Klar, viele Baustellen nerven, aber das, was am Ende dabei herauskommt, kann sich wirklich sehen lassen und ist die kleinen Unannehmlichkeiten allemal wert.

Achtung, es wird nachhaltig kreativ!

Wo früher über 5.000 Bergleute schufteten, entsteht das CreativRevier Heinrich Robert. Der ehemalige Förderturm, auch als Hammerkopfturm bekannt, ist schon von der Ferne aus zu erkennen. Das gesamte Gelände der früheren Zeche verändert sich in ein wunderbares Areal für Kreative, Unternehmen, Gastronomie und Kunst.

53 Hektar, 30.000 Quadratmeter Nutzfläche und über 200 Millionen Euro geplantes Investitionsvolumen lassen Großes erwarten.

Ein nachhaltiges Konzept, erstellt von zahlreichen Architekten und Planern, innovativ und grün. Das ist der Plan.

Kultur- und Freizeitangebote, nette Cafés und ganz viel Netzwerken in einer Umgebung mit beeindruckendem Industriekulturflair. Ein Boulevard mit Wohnhäusern und Parkanlagen soll ebenfalls im denkmalgeschützten Zechenpark beheimatet sein.

CreativRevier Heinrich Robert

Bis zu eine Million Besucher erwarten die Verantwortlichen. Nicht kleckern, sondern kreativ in eine verheißungsvolle Zukunft schauen, heißt es also.

Projekt mit 22 Mehrgenerationen-Wohnungen am Alten Uentroper Weg

Generationen, die Verbindung schaffen

Als Edeltraud Tümmers 2012 die Idee zum ersten Mehrgenerationenhaus in Hamm hatte, konnte sie wohl nicht ahnen, wie gut diese neue Art des Wohnens angenommen wird. Heute ist sie Vorsitzende des Vereins zur Förderung neuer Wohnformen und lebt selbst im ersten Haus am Kentroper Weg. Nun entsteht schon das zweite Projekt mit 22 Wohnungen am Alten Uentroper Weg. Die Bäume sind gefällt, die Baustelle lässt erahnen, dass dort bald Menschen verschiedenster Altersgruppen miteinander leben werden.

Der soziale Aspekt spielt eine große Rolle, weshalb auch einige der Wohnungen gefördert sein sollen. Eigens barrierefrei geplante Einheiten sind ebenfalls dabei. Die Idee ist, dass die Mieter im Garten, in Gemeinschaftsräumen miteinander Zeit verbringen, sich gegenseitig unterstützen und füreinander da sind.  

Was es natürlich bei so viel Zusammenhalt auch geben muss, sind Rückzugsmöglichkeiten. Auch diese sind eingeplant. Sogar ein eigenes Carsharing-Konzept soll es geben. Und weil die Nachfrage auch für das zweite Haus bereits so hoch ist, wabern durch die Köpfe der Verantwortlichen schon Überlegungen für ein drittes Haus in Hamm, dessen Ort zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht feststeht. Eines jedoch ist sicher. Wer Interesse hat, sollte sich schnell vormerken lassen, um überhaupt noch eine Chance auf den begehrten Wohnraum zu haben.

Tierischer Erlebensraum

Und dann ist da noch das Projekt „Erlebensraum Lippeaue“, das die Hammer Bürger*innen schon seit 2017 begleitet. Ein riesiges Vorhaben, das die bis vor einigen Jahren noch wenig attraktiven Bereiche der Lippeaue im Stadtbereich deutlich aufwertet, neue Freizeitmöglichkeiten und Erlebensräume kreiert. Authentische Lebensräume für Tiere und Pflanzen werden ebenso geschaffen wie Radwege, Spazier- und Verweilmöglichkeiten. Vieles davon ist bereits umgesetzt und erfreut sich nicht nur am Wochenende großer Beliebtheit.

Auf einer 16 Hektar großen Weidesläche sollen jetzt sogar schottische Hochlandrinder angesiedelt werden. Eine neue Hundeauslaufstrecke ist ebenso entstanden wie ein geschützter Bereich, der gefährdete Vogelarten während der Brutzeit schützt.

Erlebensraum Lippeaue

Direkt an der Münsterstraße soll eine neue Info- und Aussichtsplattform auf dem Dach der Trafostation installiert werden. Die Architekten tüfteln an einem beeindruckenden Entwurf. 2022 soll sie fertig sein.

Tiny Houses "Pier9"

Platzwunder zum Testwohnen

Apropos fertig. Dass Hamm als Hotelstandort boomt, ist nicht neu. Doch jetzt gibt es noch eine kleine Besonderheit obendrauf. Eine Herberge aus „Tiny Houses“ mit dem schönen Namen „Pier9“ lädt zum Kurzurlaub am Datteln-Hamm-Kanal ein.

Wer schon immer wissen wollte, wie es sich in einem der kleinen Häuschen wohnt, kann dies dort testen. Oder einfach ein paar Tage in der Mini-Hotelanlage genießen. Eine kleine Rezeption und eine Gemeinschaftsfläche stehen neben den bewohnbaren Platzwundern, die Namen von Flüssen aus NRW tragen, zur Verfügung.

Alter Marktplatz erstrahlt in neuem Glanz

Auch die Heessener können sich über ein fertiges Projekt freuen. Die Gestaltung des Marktes ist abgeschlossen. An schönen Sommertagen versammeln sich dort viele Menschen, sitzen auf den neuen Bänken oder vor dem Eiscafé, schlendern über den Platz oder erledigen ihre Geldgeschäfte in einer der Banken am Rande.

Neu gepflastert, in verschiedene Zonen gegliedert, mit neuer Beleuchtung und einem Wasserspiel mit Sprühnebel, hat sich der Platz zu einem Ort entwickelt, an dem ein Aufenthalt gemütlich ist und Spaß macht.

Alter Marktplatz erstrahlt in neuem Glanz

Es bleibt spannend

All diese Maßnahmen und Projekte zeigen, wie groß die positiven Veränderungen in der Stadt sind. Sind diese erstmal abgeschlossen, werden sicher wieder neue Ideen zu tollen Entwicklungen führen und so Hamm als Lebensort weiter in Richtung Attraktivität steigen lassen. Langweilig wird es jedenfalls garantiert nicht.

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