Ein Haus im Grünen oder doch lieber eine Stadtwohnung?

Fünf Entscheidungshilfen für Ihr erstes eigenes Zuhause

Hier wollen Sie bleiben? Mit einem Eigenheim kann Ihnen kein Vermieter Ihren Wohntraum kaputt machen. Ob Haus oder Wohnung sollte gut überlegt sein. Die Vor-und Nachteile.

Mieter zahlen in Dortmund im Durchschnitt 435 Euro Kaltmiete im Monat für eine 60 Quadratmeter große Wohnung. Das hat eine Erhebung von ImmobilienScout24 ergeben. In zehn Jahren kommen so 52.000 Euro nur an Kaltmiete zusammen. Beim Auszug ist das Geld weg – der Gewinn gleich null. Wer hingegen ein Haus oder eine Wohnung kauft und diese mit einer Rate von 435 Euro monatlich abbezahlt, besitzt nach zehn Jahren immerhin schon ein paar Räume.

Mieten oder kaufen? Ist Ihre Antwort nun kaufen, kommt gleich die nächste Frage: Haus oder Wohnung? Neben dem Preis, unterscheiden sich die beiden Wohnformen auch in anderen Punkten stark voneinander.

Die folgenden fünf Aspekte können bei der Entscheidung helfen.

Lage, Lage, Lage

Ein Haus im Grünen oder doch lieber eine Stadtwohnung? Bevor Sie ein Haus oder eine Wohnung kaufen, sollten Sie sich darüber klar werden, wie Sie Ihre Freizeit gestalten möchten. Die meisten Einfamilienhäuser liegen am Stadtrand. Je näher am Zentrum Sie wohnen möchten, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es dort nur Wohnungen gibt.

Ein weiterer Faktor ist die Mobilität. Wer ein Auto hat, kann auch vom Land aus Restaurants, Cafés und Supermärkte gut erreichen. Aufs Land zu ziehen und sich nach dem Bus zu richten, der einmal in der Stunde fährt, kann nerven. Hat der Bus dann noch Verspätung, wird der Traum vom Landleben schnell zur Herausforderung. Die passende Immobilie für Ihre Bedürfnisse in Dortmund und Umgebung finden Sie hier.
 

Es gibt einen Kompromiss zwischen Stadtwohnung und Haus im Grünen: in Dortmund sind einige ruhiger gelegene Stadtteile mit Einfamilienhäusern an die Stadtbahn angebunden. Dort sind die Nachbarn nah, aber sie sitzen nicht direkt hinter der Wohnzimmerwand.  

Haus der Wohnung kaufen

Kontrollaufwand und Kosten (bei Neubau)

Egal ob Wohnung oder Haus: neugebaut ist ungebraucht und somit auch mit weniger Risiken verbunden als ältere Objekte. Und ehrlich: wer würde nicht gerne in einen Neubau einziehen? Die Heizung wird wohl kaum in den nächsten Monaten kaputt gehen und dunkle Überraschungen beim Blick unter das Parkett sind ebenso wenig zu erwarten.

Wohnung: Wer eine Eigentumswohnung in einem neu errichteten Haus kauft, kauft diese in der Regel schlüsselfertig. Das heißt, dass nur noch Möbel fehlen, um den Wohntraum komplett zu machen. Der Kaufpreis ist in der Regel vertraglich fest vereinbart, häufig schon bevor das Objekt überhaupt steht. Die Grundstückskosten teilen sich die Käufer.

Haus: Möchte jemand in ein ganz neues Einfamilienhaus einziehen, muss er das in der Regel selbst bauen beziehungsweise bauen lassen. Bis einmal Möbel in dem Haus stehen, ist es ein langer Weg. Zuerst müssen Sie das passende Grundstück finden und kaufen. Dann müssen Sie die Bauschritte planen und Maurer, Dachdecker und Heizungsbauer beauftragen. Wie lange diese dann brauchen, ist im Voraus schwer zu kalkulieren. Deshalb sind die tatsächlichen Baukosten häufig höher, als ursprünglich geplant. Doch keine Panik: für viele Bauvorhaben gibt es staatliche Fördermittel.  

Ein Hausbau ist  zwar ein höherer zeitlicher und finanzieller Aufwand als der Kauf einer Wohnung. Ist die Bauphase geschafft und alle Rechnungen sind bezahlt, hat der Hausbesitzer Vorteile, von denen der Wohnungsbesitzer nur träumen kann.

Mach die Musik leiser!

Wohnung: Leben die Nachbarn direkt hinter der nächsten Wand, ist Rücksicht gefragt. Zu lautes Stampfen ist ebenso wenig erwünscht wie nächtliche Action-Film-Marathons mit Surround-System-Unterstützung. Den Satz „der Film wirkt nur, wenn der Ton laut ist“, wird wohl kaum ein Nachbar akzeptieren. Nicht nur die Wohnzimmerwand, sondern auch den Garten und Keller müssen Wohnungsbesitzer sich teilen.

Haus: Im eigenen Haus hingegen können die Bewohner so laut Musik hören und Filme sehen, wie sie möchten. Ein riesiges Planschbecken nimmt den halben Garten ein? – Im eigenen Garten kein Problem.

Ist das Wohnzimmer zu klein, reiß eine Wand ein.

Bevor Sie den Vorschlaghammer auspacken, sollten Sie sich kurz fragen, welche Änderungen erlaubt sind.

Wohnung: Wände einreißen, Dachgeschoss ausbauen und Ähnliches ist in der Eigentumswohnung nämlich nicht so einfach möglich. Bei größeren Eingriffen müssen Sie die Wohnungseigentümergemeinschaft fragen. Gibt es 30 Wohnungen in dem Haus, müssen Sie mit 30 Personen über Ihr Vorhaben verhandeln. Möchten Sie jedoch nur eine neue Tapete an die Wand bringen oder das Badezimmer neu fliesen, muss nur Ihr Geldbeutel Ja sagen.

Haus: Als Hausbesitzer sind Änderungen am Haus problemlos möglich, solange Sie nicht vorhaben, tragende Wände einzureißen.

Und wenn etwas kaputtgeht?

Wohnung: Auch wenn eine Wohnungseigentümergemeinschaft nicht immer nur aus angenehmen Persönlichkeiten besteht, kann ihre Existenz sehr hilfreich sein. Denn in Mehrparteienhäusern gibt es in der Regel einen Hausmeister und einen Verwalter. Sie kümmern sich, um die Instandhaltung. Ist die Heizung mal kaputt, legt die Wohnungseigentümergemeinschaft das Geld zusammen.

Haus: Als Hausbesitzer sind Sie in der Pflicht, alle Kosten für Instandhaltung und Reparaturen selbst zu zahlen. Deshalb lohnt es sich, schon beim Bau auf eine hohe Qualität von beispielsweise der Heizung und Dämmung zu setzen. Steht das Traumobjekt schon ein paar Jahre, sollten Sie alles, was bei Kaputtgehen hohe Kosten verursacht, genau prüfen.

Mögliche Reparaturen sollten Sie auch bei der Finanzierung Ihres Eigenheims mit einplanen. Es wäre schließlich ärgerlich, das Haus zu besitzen und unerwartete Reparaturen nicht bezahlen zu können.

Das könnte Ihnen auch gefallen

Lieblingsort Badezimmer

Modernes Badezimmer

Wie Sie Ihr Badezimmer in eine Wellnessoase verwandeln.

mehr

Smart Home - intelligentes Zuhause

Smart-Home ist mehr als die Fernsteuerung von Lichtschaltern. Wie es funktioniert und was Ihre Kaffeemaschine damit zu tun hat.

mehr