Beisenkamp Gymnasiasten gründen Schülergenossenschaft

Volksbank Hamm unterstützt Schülerinnen und Schüler vom Beisenkamp Gymnasium bei der Entwicklung und Umsetzung ihrer Geschäftsidee.

“Praxisbezogene und ökonomische Bildung ist ein Ziel der neuen Landesregierung und die wird konkret mit der Gründung einer Genossenschaft am Beisenkamp Gymnasium verwirklicht“, so die Schulleiterin Andrea Behm-Brachmann. In den kommenden Monaten haben sich Schülerinnen und Schüler des Beisenkamp Gymnasium aus den Jahgangsstufen 8 bis Q1 Großes vorgenommen: sie gründen unter Betreuung der Lehrkräfte Christina Schmidt und Marleen Fröbrich sowie der Volksbank Hamm ein eigenes Unternehmen, das auf dem genossenschaftlichen Prinzip beruht.

Schülergenossenschaft Beisenkamp Gymnasium Hamm

Im Rahmen des Projekts „Schülergenossenschaften: nachhaltig wirtschaften – solidarisch handeln“ erarbeiten die Schülerinnen und Schüler hierfür eigene Geschäftsideen, Organisationsstrukturen und Arbeitsabläufe. Daneben entwickeln sie Produkte und Dienstleistungen, die später sowohl intern als auch außerhalb der Schule vertrieben werden können. Ziel dieses Projekts ist vor allem die Förderung sozialer Kompetenzen, wie z.B. Teamfähigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Zuverlässigkeit, Konfliktfähigkeit etc, als auch der Aufbau von Fachkompetenz. Die Schülerinnen und Schüler vom Beisenkamp Gymnasium lernen in den ersten Monaten des Projekts unter anderem, wie man ein Unternehmen nachhaltig und demokratisch aufbaut und führt, welche Aufgaben verschiedene Abteilungen eines Unternehmens haben, wie man einen Businessplan schreibt und eine Gründerversammlung organisiert.

Das Projekt ist auf mind. drei Jahre ausgelegt und soll in Zukunft jahrgangsstufenübergreifend weiterlaufen. Den Startschuss zur Gründung markierte am 29. September ein eintägiger Workshop, in dem 22 Schülerinnen und Schüler von Volker Beckmann, Landeskoordinator Schülergenossenschaft NRW, Burkhard Reher, Niederlassungskoordinator der Volksbank Hamm und Christian Thöne, Leiter der Volksbank-Filiale Westentor, über Werte, Funktionsweise sowie Voraussetzungen zur Errichtung einer Genossenschaft aufgeklärt und erste Vorbereitungsschritte erarbeitet wurden.

„Wir werden den Mädchen und Jungen nicht nur an diesem Tag, sondern für die Dauer des gesamten Projekts mit Rat und Tat zur Seite stehen. Es ist wichtig, dass junge Menschen heutzutage so früh wie möglich Einblicke in konkrete wirtschaftliche, ökologische und soziale Zusammenhänge gewinnen“, erklärt Reher. „Das Projekt fördert unternehmerisches Denken und Handeln sowie soziale Kompetenzen wie Innovation, Kreativität, Eigeninitiative und Teamgeist. Darüber hinaus können die Schülerinnen und Schüler vielseitige praktische Erfahrungen sammeln, eigene Stärken entdecken und eine bessere Orientierung für das spätere Berufsleben erhalten.“

Nach Abschluss aller Vorbereitungen wir mit Einberufung der Gründungsversammlung der Geschäftsbetrieb aufgenommen. Im Anschluss erfolgt die Eintragung in das Register des Genossenschaftsverbands. Ab diesem Zeitpunkt muss die Schülergenossenschaft wie eine richtige Genossenschaft geführt werden – das heißt mit Aufsichtsrat, Jahresabschluss etc. „Wir werden auch danach immer unterstützend zur Seite stehen“, betont Thöne.

Träger des Projekts mit über 70 Schülergenossenschaften allein in NRW ist der Genossenschaftsverband – Verband der Regionen (GV). Er bietet es seinen Mitgliedern in Kooperation mit dem Westdeutschen Handwerkskammertag e.V. an. Weiterer Projektpartner ist das Ministerium für Schule und Bildung (MSB NRW), welches auch die Schirmherrschaft für das Projekt innehat. Das Schulministerium wird von Volker Beckmann als Landeskoordinator unterstützt.



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