Preisverleihung zum 22. Dortmunder Literaturwettbewerb

Schüler setzten sich mit Helden auseinander

Mit der feierlichen Preisverleihung im Opernhaus fand am Sonntag der Dortmunder Literaturwettbewerb seinen Höhepunkt. Insgesamt 800 Schüler von rund 50 Dortmunder Schulen haben sich in den vergangenen Monaten Gedanken zum Thema Helden gemacht und sie in Form von Gedichten, Aufsätzen, Kurzgeschichten, Parabeln oder Szenen für Theaterstücke eingereicht.

Siegerehrung Dortmunder Literaturwettbewerb 2017
Preisverleihung zum 22. Dortmunder Literaturwettbewerb

„Jedes Jahr sind wir von der Vielfalt der Beiträge und der Kreativität der Schüler fasziniert. Das Thema Helden hat ganz deutlich gezeigt, wie wichtig Vorbilder für Kinder und Jugendliche sind“, betonte Thomas Kirmse, Direktor und Leiter Marktbereich Dortmund der Dortmunder Volksbank. Das genossenschaftliche Institut ist seit dem ersten Tag des Literaturwettbewerbs Hauptsponsor.

Die Teilnehmer des Wettbewerbs haben sich sowohl mit Idolen, Abenteurern, Entdeckern, Kriegern, Weltveränderern und Genies als auch mit Erfindern, Sportskanonen, Vorbildern, Stars, Aktivisten und Tieren beschäftigt. Unter den unterschiedlichsten Aspekte des Heldentums haben sie Fragen in den Fokus gerückt, ob wir zum Beispiel heute noch Helden brauchen, wo wir sie finden und ob jeder ein Held sein kann.

„Die Schüler waren sehr kreativ bei ihren verschiedenen Geschichten und haben sich zum Teil eigene Helden mit speziellen Superkräften ausgedacht. Sehr oft wurden sie aber auch selbst zu Helden, indem sie z.B. Tiere gerettet oder anderen Menschen geholfen haben. Häufig wurden auch Situationen beschrieben, in denen Freunde, Geschwister oder Eltern für sie zu Helden wurden, weil sie ihnen geholfen haben“, berichtet Markus Katthagen, Schulleiter des Immanuel-Kant-Gymnasiums, das den Wettbewerb federführend organisiert. „Besonders beeindruckend fand ich die durchaus auch kritische Auseinandersetzung mit dem Thema und die Auffassung, dass man nicht auf einen Helden warten sollte, der einem hilft, sondern sich stattdessen selbst helfen sollte: Sei dein eigener Held!“, so Katthagen weiter. Darüber hinaus fanden auch Fußball-Stars, die gerade für die Dortmunder Jungen einen hohen Stellenwert haben, sowie diverse Comic-Figuren Beachtung.

Insgesamt 72 Einzelpreise und 28 Klassenpreise wurden in diesem Jahr verliehen. Die prämierten Texte sind in einem Buch zum Wettbewerb zusammengestellt und mit Bildern von Schülern des Goethe-Gymnasiums illustriert worden. Dessen Druck und die zahlreichen Preise finanziert als Hauptsponsor die Dortmunder Volksbank. „Wir unterstützen den Literaturwettbewerb von Beginn an, weil wir es als absolut fördernswert erachten, junge Menschen zu motivieren, über unsere Welt, über Werte und Ideale und über die Zukunft nachzudenken“, erklärt Kirmse.

Darüber hinaus fördern das Theater Dortmund, die Stadt- und Landesbibliothek und das NRW-Landesministerium für Schule und Weiterbildung die Austragung des Wettbewerbs.
Durch das rund eineinhalbstündige Programm führte die Theaterpädagogin Svenja Riechmann. Darsteller des Schauspielhauses und des Kinder- und Jugendtheaters trugen ausgewählte Siegertexte vor. Dazwischen gaben das Jugendtanzprojekt des Ballett Dortmund „Mit Faust“ und ein Ausschnitt aus „Wunderland, das Raupentier“ Einblicke in die Arbeit des Theater Dortmund. Als Ehrengäste waren zudem Opernintendant Jens-Daniel Herzog, Daniela Schneckenburger, Dezernentin für den Kinder- und Jugendbereich der Stadt Dortmund, Thomas Kirmse, Direktor und Leiter Marktbereich Dortmund der Dortmunder Volksbank, Andreas Gruhn, Leiter des Kinder- und Jugendtheaters, Michael Eickhoff, Chefdramaturg am Schauspiel Dortmund, sowie Dr. Johannes Borbach-Jaene, Leiter des Stadt- und Landesbibliothek Dortmund, anwesend.

In den über zwei Jahrzehnten, die es den Dortmunder Literaturwettbewerb nun gibt, verfassten Dortmunder Schülerinnen und Schüler insgesamt rund 20.000 Beiträge zu so unterschiedlichen Themen wie Glück, Spuren, Wunderwelten, Grenzen, Zeit, und im Jahre 1996 – in der ersten Runde – zum Thema Begegnungen.

Bilder vom 03.12.2017

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