Preisverleihung zum 21. Dortmunder Literaturwettbewerb

Schüler setzten sich mit Gegenwart, Zukunft und Gesellschaft auseinander


Mit der feierlichen Preisverleihung im Opernhaus fand am Sonntag der Dortmunder Literaturwettbewerb seinen Höhepunkt. Knapp 900 Schüler von rund 50 Dortmunder Schulen haben sich in den vergangenen Monaten Gedanken zum Thema „heute und morgen“ gemacht und sie in Form von Gedichten, Aufsätzen, Kurzgeschichten, Parabeln oder Szenen für Theaterstücke eingereicht.

Preisverleihung zum 21. Dortmunder Literaturwettbewerb

„Als Hauptsponsor freuen wir uns sehr über die vielen Beiträge zu diesem hochspannenden Thema. Besonders  erfreulich ist zudem, dass in diesem Jahr mehr Gesamt- und Realschulen teilgenommen haben“, betonte Thomas Kirmse, Direktor und Leiter Marktbereich Dortmund der Dortmunder Volksbank, und ergänzte: „Sich mit der Gegenwart und der Zukunft zu beschäftigen, heißt, sich einerseits kritisch mit unserer Gesellschaft und sich andererseits auch mit der eigenen Standortbestimmung und der Planung des eigenen Lebens auseinanderzusetzen.“ Die Teilnehmer des Wettbewerbs haben die unterschiedlichsten Aspekte wie „Gleichgültigkeit und Vorausplanung“, „Hoffnung und Wirklichkeit“, „Schicksal und Plan“ oder „Zwang und Freiheit“ in den Fokus genommen.

„Schwerpunkte inhaltlicher Art waren bei den jüngeren Schülern vorwiegend das ganz persönliche Heute und die persönlichen Vorstellungen der eigenen Weiterentwicklung im Morgen“, berichtet Markus Katthagen, Schulleiter des Immanuel-Kant-Gymnasiums, das den Wettbewerb federführend organisiert. Bei den Schülern der Klassen 6 bis 12 standen hauptsächlich gesellschaftliche und politische Themen wie etwa unser Umgang mit Flüchtlingen, den Ressourcen der Erde oder im allgemeinen unser gesellschaftliches Miteinander heute und in der Zukunft im Mittelpunkt. „Auffällig dabei war, wie intensiv sich die Schülerinnen und Schüler mit der Politik unseres Landes und Europas sowie der Haltung in der Gesellschaft auseinandergesetzt haben“, so Katthagen.

Insgesamt 87 Einzelpreise und 17 Klassenpreise wurden in diesem Jahr verliehen. Die prämierten Texte sind in einem Buch zum Wettbewerb zusammengestellt und mit Bildern von Schülern des Goethe-Gymnasiums illustriert worden. Dessen Druck und die zahlreichen Preise finanziert als Hauptsponsor die Dortmunder Volksbank. „Wir unterstützen den Literaturwettbewerb von Beginn an, weil wir es als absolut fördernswert erachten, junge Menschen zu motivieren, über unsere Welt, über Werte und Ideale und über die Zukunft nachzudenken“, erklärt Kirmse.

Darüber hinaus fördern das Theater Dortmund, die Stadt- und Landesbibliothek und das NRW-Landesministerium für Schule und Weiterbildung die Austragung des Wettbewerbs.
Durch das rund eineinhalbstündige Programm führte die Theaterpädagogin Svenja Riechmann. Darsteller des Schauspielhauses und des Kinder- und Jugendtheaters trugen ausgewählte Siegertexte vor. Dazwischen sorgten Tommy Finke, Leiter der Schauspielmusik, mit zwei Songs
 und Opernsänger Sangmin Lee mit einem Stück aus Humperdincks „Hänsel und Gretel“ für den musikalischen Rahmen. Bianka Lammert, Schauspielerin beim Kinder- und Jugendtheater, zeigte einen Ausschnitt aus der aktuellen Inszenierung „Zuckeralarm“.

In den über zwei Jahrzehnten, die es den Dortmunder Literaturwettbewerb nun gibt, verfassten Dortmunder Schülerinnen und Schüler insgesamt rund 20.000 Beiträge zu so unterschiedlichen Themen wie Glück, Spuren, Wunderwelten, Grenzen, Zeit, und im Jahre 1996 – in der ersten Runde – zum Thema Begegnungen.

Bilder vom 20.11.2016 folgen in Kürze

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